300.000+Hektar

Regenwald gerodet in Kolumbien seit den 1990ern. Nur für Koka.

Was vom Wald übrig bleibt

Seit den 1990ern: über 300.000 Hektar Regenwald in Kolumbien gerodet für Koka-Plantagen. Satellitenbilder zeigen die Lücken. Wo auf Karten Wald steht, sind oft nur noch Felder. Nationalparks. Indigene Territorien. Primärwald. Gerodet.

Wo gerodet wird

  • 🌳
    Nationalparks

    Der Serranía de Chiribiquete, UNESCO-Welterbe. Satellitenbilder zeigen neue Lichtungen jedes Jahr.

  • 🏔️
    Indigene Territorien

    Resguardos der Nukak, der Ticuna. Land, das ihnen gehört - bis die Rodungstrupps kommen.

  • 🦜
    Primärwald

    Wald, der nie gefällt wurde. 500 Jahre alte Bäume. Für Felder, die drei Jahre lang Ertrag bringen.

Die Chemie danach

Die Verarbeitung von Koka zu Kokain braucht massive Mengen an Chemikalien. Pro Kilo Pasta Base:

  • Benzin - 200 Liter pro Kilo Pasta Base
  • Schwefelsäure - zum Ausfällen
  • Ammoniak - zur Neutralisierung
  • Aceton, Salzsäure - für das Endprodukt

Die chemischen Reste werden in Flüsse gekippt. Dokumentierte Fälle: tote Flussstrecken ohne Fische oder Krebse. Trinkwasserquellen vergiftet. Die lokale Bevölkerung hat oft keine Alternativen.

Der CO2-Fußabdruck eines Gramms

Vier Quadratmeter Regenwald gerodet. Primärwald speichert 200-300 Tonnen CO2 pro Hektar - unwiederbringlich freigesetzt.

  • Rodung: CO2-Speicher wird CO2-Quelle
  • Verarbeitung mit fossilen Brennstoffen
  • Transport: 9.000 km bis Berlin, versteckt in Containern, Booten, Flugzeugen
  • Jeder Zwischenstopp braucht Logistik, Fahrzeuge, Energie

Eine Studie der Universidad de los Andes schätzt: 4 Quadratmeter Regenwald pro Gramm Kokain. Die Rechnung endet nicht beim Klima. Sie fängt dort erst an.